Telefon 07563-3957 | Telefax 07563-908061 | hospizgruppe-kisslegg@web.de

Beitrag in der Schäbischen: Sterbebegleitung mit Begeisterung

Viel zu berichten hatten Matthias und Doris Dörrer über das abgelaufene Vereinsjahr der Hospizgruppe Kißlegg. Referent des Abends war Edgar Rohmert (rechts), der den Vereinsmitgliedern kritische Gedanken zu Sterbehilfe und Patientenverfügung mit auf (Foto: Susi Weber)

Dass Sterbebegleitung Freude machen kann, dafür standen Matthias Dörrer, Vorsitzender der Hospizgruppe Kißlegg, und seine Frau Doris, Koordinatorin des vor siebeneinhalb Jahren gegründeten Vereins, bei der Mitgliederversammlung am Mittwochabend eindeutig Pate. Mit einem Überschuss in Höhe von knapp 26 000 Euro konnte der Verein auch finanziell ein gutes Jahr verzeichnen. Zum Nachdenken regte der kurzfristig für die erkrankte Schwester und Referentin Gudrun Härle eingesprungene Edgar Rohmert die Mitglieder an. Er sprach auch über die Kehrseite der Patientenverfügung.

223 Mitglieder, eine Vielzahl an Aus- und Fortbildungen, Tagungen und Austausch mit verschiedenen Verbänden und Nachbargruppen, elf Trauercafé und elf „Und wir leben weiter“-Angebote, Veranstaltungen für die Ehrenamtlichen der Hospizgruppe, eine neue Internetseite, ein neuer Trauerflyer und und und – es war eine lange Liste an Aktivitäten, die der Verein im vergangenen Jahr leistete.

 

Der ganze Beitrag in der Mediathek der Schwäbischen Zeitung

Hospizgruppe Kißlegg freut sich auf neue ausgebildete ehrenamtliche Hospizbegleiter

Von links: Josef Matheis, Gertrud Scholz, Maria Stitzenberger, Reinhold Stitzenberger, Rese Kible, Angela Rasch, Irma Frommknecht, Sabine Kempter, Meinrad Kible.

KISSLEGG (dk) – „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“, dieser Satz von Cicely Saunders hätte ihn so fasziniert, dass er sich gesagt habe, „da musst du mitmachen“, sagte Reinhold Stitzenberger stolz beim Empfang seiner Urkunde als neuer Ehrenamtlicher Hospizbegleiter.

Er entschied sich, den Befähigungskurs für Sterbebegleitung der Hospizgruppe Kißlegg e.V. zu besuchen. Nun nahm er – wie acht weitere Teilnehmer – das Zertifikat von Matthias Dörrer, dem Vorsitzenden der Hospizbewegung, freudig entgegen.

Der Kurs erstreckte sich über einen Zeitraum von 18 Monaten, gegliedert in einen Grundkurs mit neun Einheiten nach dem bewährten Celler Modell, zehn Einheiten rund um Demenz, Kommunikation, rechtlichen Aspekten wie Vorsorgevollmacht etc. und sieben Einheiten über pflegerisch-praktische Themen.

Eine ausgedehnte Praktikumsphase rundete den Kurs ab. „Mit dieser Abschlussfeier sind Sie am Ziel ihrer Ausbildung und am Start einer neuen Lebensaufgabe, die Sinn macht, weil Sie damit Menschen im Leben, in schwerer Krankheit und Not, Hilfe und Trost schenken können“ so der Vorsitzende Matthias Dörrer. Hospiz bedeute Zuwendung, Begleitung. „Sie als unsere neuen ehrenamtlichen Hospizbegleiter/ innen, sollen Menschen sein, die in erster Linie zuhören können, Menschen, mit denen man aber auch reden könne, oder einfach nur „ DaSein“, wenn es keiner Worte bedürfe. Als Hospizbegleiter falle man nicht zur Last sondern gehe einen Weg als Begleiter mit, so Dörrer.

In einem Kurzfilm ließ die Koordinatorin die Ausbildung Revue passieren.

Der Vorsitzende bedankte sich bei den neuen Hospizbegleiter/innen für ihren Mut zur Ausbildung und der hierzu notwendigen Ausdauer. Ebenfalls galt der Dank dem Ausbildungsteam, allen anderen Ehrenamtlichen Hospizbegleitern, dem Ulrichspark, der evangelischen und katholischen Kirche für die Nutzung der Räume.

Den musikalischen Rahmen des Festaktes gestaltete die Flötengruppe Kißlegg unter der Leitung von Hildegard Lang. Zum Abschluss des Festes widmete sie den neuen Hospizbegleitern das Musikstück „Aufbruch“, symbolisch für ihre neue Aufgabe.

Quelle: Der Kißlegger ( Amtsblatt der Gemeinde Kißlegg) Link

Hospizgruppe Kißlegg wählt neue Vorstandsmitglieder

Hospizgruppe Kißlegg leistet 3389 ehrenamtliche Stunden – Matthias Dörrer bleibt Vorsitzender

Sie führen die Hospizgruppe Kißlegg in den kommenden drei Jahren: von links: Franz Stützenberger (Kassenprüfer), Rudolf Schuler (Beisitzer), Siegfried Genal (Beisitzer), Birgit Uhl (Schriftführerin), Matthias Dörrer (Vorsitzender), Norbert Kaiser (Weber)

 

Kisslegg / sz Es war ein langer Rechenschaftsbericht, den Vorsitzender Matthias Dörrer am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung der Hospizgruppe Kißlegg zu leisten hatte. Umfangreich und vielfältig gestaltete sich das Jahr der inzwischen größten ambulanten Hospizgruppe im Landkreis Ravensburg. Finanziell wurde es mit einem Plus von 18500 Euro abgeschlossen.

 

Aus- und Fortbildung – diese Begrifflichkeiten waren am Mittwochabend häufiger zu hören. Von „bald 51 Ehrenamtlichen“ sprach Matthias Dörrer. „Bald“ deshalb, weil derzeit zehn neue Ehrenamtliche kurz vor ihrem Abschluss ihrer eineinhalbjährigen Ausbildung stehen und in Kürze eingesetzt werden können. „Daneben haben wir bereits wieder drei Anfragen für einen neuen Kurs“, sagte Dörrer. Und: „Wir haben vor, eine Koordinatorin auszubilden, da eine solche Ausbildung längere Zeit andauert.“ Im Moment ist Dörrers Gattin Doris Koordinatorin des vor sechseinhalb Jahren gegründeten und inzwischen auf 221 Mitglieder angewachsenen Vereins. Sie war es auch, die die statistischen Zahlen zu 2016 auf den Tisch legte: „67 kranke Menschen wurden betreut, 3389 Stunden dafür aufgebracht. 36 Begleitungen wurden abgeschlossen, 31 dauern an.“

 

Zusammenarbeit mit Hospiz Wangen hat sich verbessert

Dass die Hospizgruppe noch deutlich mehr leistet als diese Zahlen erahnen lassen, war von Matthias Dörrer zu erfahren. Vom Sommermarkt über den Bischofstag, die Mitarbeit in drei Pflegeschulen, Tagungen, Austausch mit anderen Hospizlern, Gedenkgottesdienst, Ausflügen der Ehrenamtlichen bis hin zum Trauercafé reichte die Palette. Viel Gewicht wurde erneut auf Seminare, Fortbildungen und damit Qualitätsverbesserung gelegt. „Die Zusammenarbeit mit dem stationären Hospiz in Wangen hat sich deutlich verbessert“, freute sich Dörrer. 2016 durfte eine Kißleggerin dort (weiter)begleitet werden: „Das ist eine sehr gute Sache gewesen. Wir sind dort sehr gut angenommen worden.“

Von äußerst positiven Zahlen konnte Kassier Rudolf Schuler berichten. 67282 Euro an Einnahmen standen 48761 Euro an Ausgaben gegenüber. Der Kassenbestand wuchs damit auf 61056 Euro an. Schuler warnte aber auch vor einer finanziellen Fehleinschätzung: „Wir erhalten unsere Zuschüsse von den Krankenkassen erst zum Jahresende – und müssen das Jahr über mit unserem Geld zurechtkommen.“

Schuler kandidierte bei den Neuwahlen nicht mehr für das Amt des Kassiers. Auch die bisherige stellvertretende Vorsitzende Barbara Berg stand für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Wie Vorsitzender Matthias Dörrer und Schriftführerin Birgit Uhl wurden auch die neue stellvertretende Vorsitzende Maria Butscher und Schatzmeisterin Karin Frey einstimmig gewählt. Beisitzer in der neuen, dreijährigen Legislaturperiode sind Pastoralreferentin Jeanette Krimmer, Siegfried Genal und Rudolf Sauter, Kassenprüfer Norbert Kaiser und Franz Stützenberger.

Klinikseelsorger hält Vortrag über Hospizarbeit

Abschließend referierte Albert Rau, Klinikseelsorger an der Uni Ulm und Ausbilder in der Trauerbegleitung zum Thema „Beseelt leben – beseelt sterben“. Rau ging der Frage nach: Was ist Seele? Ein beseeltes Leben, sagte Rau, führe der Mensch, der einen Kontakt zu seinem Innersten in irgendeiner Form gefunden habe und ihn pflege. Rau ging auch auf die Hospizarbeit, der guten Begleitung und die Voraussetzungen dafür ein: „Spürsam ist jemand, der begleitet in ganz vielen Richtungen.“ Das Sterben sei eine Reise nach innen: „Und da ist Bewegung drin.“

1000 Euro für Hospizgruppe Kißlegg

Strahlende Gesichter bei der Scheckübergabe im Neuen Schloss Kißlegg: Silke Walter, Rudolf Schuler, Doris Dörrer, Rainer Strobel und Matthias Dörrer (von links). privat

 

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-1000-Euro-fuer-Hospizgruppe-Kisslegg-_arid,10585462_toid,719.html

 

Kißlegg sz Für die Hospizgruppe Kißlegg gab es eine vorgezogene Bescherung: Einen Scheck über 1000 Euro überreichten Silke Walter, Marketingleiterin von Mineralbrunnen Krumbach, und Betriebsrat Rainer Strobel dem Vereinsvorsitzenden Matthias Dörrer, der Koordinatorin Doris Dörrer und dem Kassierer Rudolf Schuler.

Der Spendenbetrag geht aus der Weihnachtstombola des Kißlegger Getränkeherstellers hervor und kommt, wie in jedem Jahr, einem sozialen Zweck in der Region zugute. Seit 2010 kümmern sich die rund 50 Mitglieder des Vereins ehrenamtlich um schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige und Familien. „Wir können es immer noch nicht so richtig fassen“, sagte Vorsitzender Matthias Dörrer bei der Übergabe. „Die Spende ist eine tolle Wertschätzung unserer Arbeit und wird uns bei unseren vielen Projekten im kommenden Jahr, enorm unterstützen.“

Danke…

Die Vertreter der 27 gemeinnützigen und sozialen Institutionen aus dem Kreis Ravensburg freuen sich über ihren jeweiligen Teil an finanzieller Unterstützung seitens der Kreissparkasse Ravensburg.

Derek Schuh

Ravensburg rut Die Kreissparkasse Ravensburg hat eine 100000 Spende gemacht – aufgesplittet auf 27 Organisationen und Vereine im gesamten Landkreis Ravensburg. Ob Tafel, Tierschutzverein oder Telefonseelsorge, Zieglersche oder Zehntscheuer: Sie alle haben am Mittwoch ihren Anteil an finanzieller Unterstützung bekommen. Einmal pro Jahr werden diverse gemeinnützige und soziale Institutionen im Landkreis Ravensburg mit einer Spende bedacht. Schließlich, so Heinz Pumpmeier, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse in Ravensburg, „lebt unsere Gesellschaft auch davon, dass viele Menschen sich ehrenamtlich und ohne gesetzliche Verordnung für sie einsetzen“. Die Kreissparkasse wiederum fühle sich seit je her „der Gemeinwohlorientierung verpflichtet“. Stellvertretend für sämtliche Vereine und Institutionen bedankte sich der Achberger Bürgermeister Johannes Aschauer, der auch im Förderverein Schloss Achberg engagiert ist, dafür, dass die Kreissparkasse die Sozial- und Kulturarbeit im Kreis alljährlich finanziell fördert.

Ausstellung: 63 Schachteln voller Erbe

Schwäbischen Zeitung von Susi Weber

Ausstellung in Kißlegger Volksbank beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit „Erbschaftsangelegenheiten“.

 

Über einen Scheck von der Volksbank über 1000 Euro für die Hospizgruppe freute sich Kassier Rudolf Schuler und der Vorsitzende der Hospizgruppe, Matthias Dörrer. Ebenfalls auf dem Foto: Künstlerin Silvia Häfele und Volksbank-Vorstand Josef Hudrus.

Kisslegg sz Es ist eine besondere Ausstellung, die seit Montagabend der Schalterhalle und dem Treppenhaus der Volksbank-Filiale Glanz verleiht: 63 Exponate erzählen auf ganz unterschiedliche Art und Weise – mal erheiternd, mal nachdenklich – von ganz individuellen „Erbschaftsangelegenheiten“. Geschaffen wurde das Projekt vor zweieinhalb Jahren von der Künstlerin Silvia Häfele in Zusammenarbeit mit der Hospizgruppe Balingen und dem Hospiz- und Palliativverband Baden-Württemberg. Nun ist die Ausstellung auf Betreiben der örtlichen Hospizgruppe auch in Kißlegg zu sehen.

Eine Bank und „Erbschaftsangelegenheiten“. Wer denkt da nicht an Geld? Dass es durchaus noch mehr als ausschließlich Materielles zu vererben gibt, vermittelt eine Ausstellung mit entsprechendem Titel seit Montag in der Volksbank auf sehr lebendige Weise. 63 Rahmen stellen sehr persönliche Geschichten und Einblicke vor, die Menschen mit „Erben“ verbindet. Hier wird der Blick in den Spiegel gewährt, dort zeigt eine Strickarbeit im Miniformat, was einem von vorangegangenen Generationen „mitgegeben“ wurde. Postkarten, Bilder, Gedichte, Malereien, alles ist dabei. Teils lassen sich Erläuterungen lesen, teils sprechen die Exponate als künstlerische Werke für sich. „Es sind nicht nur lustige, sondern auch ernste Geschichten“, sagte Kißleggs Bürgermeister Dieter Krattenmacher. Er macht auch deutlich, dass im „Fort Knox“ Kißleggs – und damit in der Volksbank – mit der Ausstellung Geld und Materielles eine eher untergeordnete Rolle spiele: „Es geht mehr um den Menschen.“

Um den Menschen geht es auch der Hospizgruppe, die die Wanderausstellung nach Kißlegg geholt hat. Deren Vorsitzender Matthias Dörrer durfte am Montagabend einen Scheck in Höhe von 1000 Euro aus den Händen von Marktvorstand Josef Hodrus in Empfang nehmen. „Laut einer Studie haben sich in Baden-Württemberg bisher nicht einmal 20 Prozent der Menschen mit dem Thema Erbschaft beschäftigt“, hatte Hodrus zuvor verkündet. Künstlerin Silvia Häfele gehört nicht zu dieser Minderheiten-Klientel.

Sie stieß bei einem Besuch bei Freunden auf das Thema, als eine Freundin ihr die Kopfschmerzen des Sohnes mit einem „Das hat er von mir geerbt“ erläuterte. Dies inspirierte sie, 200 Schachteln mit Anleitung an Freunde und Bekannte zu verschicken, an Frauen und Männer, an junge wie ältere Menschen. 63 Schachteln kehrten zurück. Sie sind nun Kern einer Ausstellung, die Kißlegg bereits als achten Ausstellungsort zählt. Für vier weitere ist sie bereits gebucht. „Ich merke, die Ausstellung macht etwas mit den Menschen“, sagte Silvia Häfele in Kißlegg: „Sie regt an, über die eigenen Dinge nachzudenken.“

 

Rund 100 Gäste bei der Eröffnung

Für Volksbank-Vorstand Josef Hodrus war es darüber hinaus „ein schönes Gefühl, in einer eigentlich großen Schalterhalle zu stehen, die zu klein ist.“ Platz gab es am Montagabend tatsächlich wenig: Rund 100 Gäste waren der Einladung zur Ausstellungseröffnung gefolgt. Musikalisch umrahmt wurde sie von Eva Seefelder und Karl Ehrmann. Und vermutlich fragte sich nicht nur Bürgermeister Krattenmacher: „Was bleibt von einem Menschen? Was hat ihn ausgemacht? Was können wir von ihm mitnehmen, wenn er geht?“ Es lohnt sich, darüber nachzudenken – und sich der „Erbschaftsangelegenheiten“ anzunehmen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. März geöffnet. Besucht werden kann sie von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.15 Uhr und von 14 bis 16 Uhr (donnerstags bis 18 Uhr). Am Mittwochnachmittag bleibt die Ausstellung und Volksbank-Filiale geschlossen.

„Wir haben Regeln, was Hospize zu leisten haben“

Susi Weber

Hospizgruppe Kißlegg begleitete im vergangenen Jahr 73 Menschen – 5581 Stunden ehrenamtlicher Dienst

Mit einem kleinen Präsent bedankte sich der Vorstand der seit vier Jahren bestehenden Hospizgruppe Kißlegg bei Referentin Ulrike Tonn (Dritte von links). Von links zeigt unser Bild Vorsitzenden Matthias Dörrer, die Beisitzerinnen Jeanette Krimmer und

Weber

Kisslegg sz Erfreuliche Fakten konnte die Hospizgruppe Kißlegg anlässlich ihrer Mitgliederversammlung am Mittwoch im evangelischen Gemeindehaus präsentieren. Dazu gehörte auch, dass 2014, im vierten Jahr des Bestehens der Gruppe, Überschüsse erzielt und ein Restdarlehen zurückbezahlt werden konnte. 2015 wird das Jahresprogramm ähnlich aussehen wie im Jahr davor: mit Fortbildungen, Vorträgen, Supervision, dem Angebot des monatlichem Trauercafés, aber auch geselligen Anlässen.

„Die Hospizgruppe wird immer öfter um Begleitung und Hilfe in der letzten Phase des Lebens gerufen“, sagte Matthias Dörrer, Vorsitzender der inzwischen 215 Mitglieder starken Hospizgruppe Kißlegg, im Rahmen seines Berichts. 40 Frauen und sieben Männer leisteten 2014 in insgesamt 5581 Stunden ehrenamtlichen Dienst – und begleiteten 39 Menschen bis zum Tod. Insgesamt konnten 73 Menschen in und um Kißlegg begleitet, aber auch Angehörige in ihrer Trauer betreut werden. Daneben leistete und leistet die Hospizgruppe Kißlegg in Opfenbach und Röthenbach „Aufbauhilfe“. Dörrer: „Dies sind noch unberührte Gegenden oder weiße Hospizflecken.“

Von einer sehr positiven Kassenlage konnte Schatzmeister Rudolf Schuler berichten. Einnahmen in Höhe von 52695,74 Euro (darunter 35153 Euro an Zuschüssen des Landesverbandes und der Krankenkasse, 10827 Euro an Spenden und 4800 Euro an Mitgliedsbeiträgen) standen Ausgaben in Höhe von 42945,28 Euro (darunter 36580 Euro an Personalkosten) gegenüber. „Die Gruppe ist angekommen in Kißlegg“, erklärte Schuler. Durch die erzielten Überschüsse konnte auch das vor vier Jahren von der Gemeinde zur Vereinsgründung gewährte Darlehen restlos zurückbezahlt werden. Angesichts eines Kassenstandes von 31131 Euro zum Jahreswechsel warnte Schuler allerdings auch vor einer Fehleinschätzung der finanziellen Verhältnisse: „Das sieht viel aus, muss aber bis August reichen, da frühestens dann die Zuschüsse zu erwarten sind.“

Im Rahmen der Ausführungen von Ulrike Tonn, Referentin Familienpflege und Hospiz der Diakonie Württemberg (siehe Kasten), gab es eine Nachfrage zum gerade bekannt gewordenen Bußgeldbescheid des Gesundheitsamtes Ravensburg an das Hospiz Wangen wegen Überbelegung. „Kann das sein, dass da so verfahren wird?“, fragte ein Mitglied. Zur speziellen Situation in Wangen wollte sich Ulrike Tonn nicht äußern, sie machte allerdings klar: „Wir haben Regelwerke, was Hospize zu leisten haben.“ Zu diesen Regelungen gehöre auch, dass lediglich Einzel- und keine Doppelbelegungen in Hospizzimmern erlaubt seien: „Man muss aber immer sehen: Ist dies eine Not- oder Dauersituation? Bei einer Dauersituation sollte man überlegen, wie man dem abhelfen kann.“


 

34 Ehrenamtliche unserer Hospizgruppe durften auf Einladung des Verbandes privater Busunternehmer in BW und des Sozialministeriums zur Landesgartenschau nach Schwäbisch Gmünd fahren.
Dort wurden sie und EA Hospizbegleiter aus ganz Baden-Württemberg  von der Sozialministerin Katrin Altväter, dem OB von Schwäbisch Gmünd Richard Arnold und dem Vorsitzenden des WBO, Klaus Sedelmeier herzlich begrüßt.
Es war eine wunderschöne Erlebnisbusreise mit vielen Gesprächen, Eindrücken und Freude.